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Freitag, 24. November 2017

Ein Wein: 2014 Chateau Condamine Bertrand

Ich bin mal wieder in meinen Weinkeller gestiefelt...Im Frankreich-Regal fanden sich noch ein paar Flaschen des o. g. Weins...Es handelt sich um eine Cuvée aus Syrah, Grenache und Mourvedre.

Den Wein habe ich eine Stunde dekantiert. 

Der Wein steht in klarem, strahlenden Granatrot im Glas. Im Duft finden sich schwarze Johannisbeeren, Leder und eine leichte Bittemandelnote. Auch am Gaumen präsentiert sich der Wein mit einer schwarzen Beerenfrucht und kräftigen "irdenen" Aromen, umrahmt von einem Gerüst feinkörniger Tannine mit gut eingebundener Säure. Ein sehr ausgewogener, wenn auch eher handwerklicher Wein (nein...nicht grobschlächtig) im besten Sinne. Mittlerer Abgang.



Es handelt sich jetzt hier nicht um einen Wahnsinns-Wein...aber um einen Wein, den man durchaus jeden Tag genießen kann und der wahrscheinlich so schnell nicht langweilig wird..."G´schmackig!"...

83 JMP für ca. 7,00 Euro

Viele Grüße!
Jochen

Freitag, 17. November 2017

Was aus der Tajine: Rindfleisch north african style

Es gibt da einen Koch namens Yotam Ottolenghi. Auf seinen Reisen durch die Welt besucht er alle möglichen Formen von Garküchen...Er kocht in den hintersten Ecken der Altstädte Nordafrikas, in den Küchen von Bergbauern, in Profi-Restaurants und versucht so möglichst authentische und kreative Gerichte kennen zulernen. Seine Sendungen haben mich dazu verleitet, mir unbedingt mal eine Tajine zuzulegen...Gesagt, getan...Es handelt sich dabei jetzt nicht um ein Spitzengerät, sondern vielmehr um ein Exemplar vom Discounter...allerdings soll dieses Ding mir für meine ersten Versuche genügen...und vielleicht auch länger...

In meine allererste Tajine (Ich musste lernen, dass man sowohl das Kochgerät als auch das Gericht so nennt!) kommen sehr gutes Rindfleisch, weiße Bohnen, getrocknete Pflaumen, zwei Dosen gehackte Tomaten, Zwiebeln und etwas Knoblauch. Gewürzt wird das ganze mit einem Mix aus Kräutersalz, schwarzem Pfeffer, Cumin, Zimt, Koriander, Chiliflocken und Kurkuma... :-)



Im Grunde wird alles einfach klein geschnitten, in die Tajine verfrachtet und dann mit dem oben genannten Gewürzemix, vorgewürzt...



So sah die Angelegenheit dann aus, bevor sie in den Backofen wanderte...



JAAAA.....Backofen....Ich habe mich ehrlich gesagt nicht getraut, meine ersten Tajine auf Kohle zuzubereiten...Ich hatte Bedenken, die Tajine könnte platzen oder reißen...und das wäre ne schöne Sauerei geworden...



Aber alles ging gut...und dauerte so eine eindreiviertel Stunde. Leute ich muss Euch sagen: Es duftete unglaublich...Das Fleisch, die Bohnen und die Pflaumen waren butterzart...Kreuzkümmel und Zimt verströmten ihr Aroma...das ganze Haus hat danach gerochen... :-) Ich liebe sowas!!!



Noch ein bißchen Petersilie drüber...und fertig is´!


Hammergut....!!! Leute, kauft Euch so´n Ding und bastelt Eure eigene Tajine...Klasse!!!

Viele Grüße!!!
Jochen

Mittwoch, 15. November 2017

Was aus dem Dutch Oven: Hamburger National

Ich liebe die kulinarischen Krimis von Carsten Sebastian Henn. Neben der Reihe um den Koch Julius Eichendorff, die vorzugsweise im Bereich der Ahr spielt, hat er auch einige "internationale" Kriminalfälle zu Papier gebracht, die den herrlich verschrobenen und einzigen Lehrstuhlinhaber der Kulinaristik Prof. Dr. Dr. Dr. (hc) Adalbert Bietigheim veranlassen, quasi nebenberuflich seinen Ermittlungen nachzugehen.

Im 4. dieser Fälle verschlägt es den Professor auf die Insel Islay, um dort den Mord an einem Pub-Inhaber aus Edinburgh aufzuklären...Eines Mittags überrascht ihn seine zwischenzeitlich angereiste Assistentin mit einem dem Wetter auf der kleinen schottischen Insel angepassten, jedoch für den Professor durch und durch heimatlichen Gericht..."Hamburger National"! 

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie von diesem Gericht gehört hatte. Gleichzeitig wurde mir klar, dass es geradezu danach schrie, nachgekocht zu werden...und zwar im Dutch Oven...auch wenn es kein ausdrückliches DO-Gericht ist...Aber gibt es das überhaupt?

Bei meiner Recherche im Internet fielen mir gerade mal zwei Rezepte in die Hände, die dem im Krimi genannten Gericht nahe zukommen schienen. Nun gut...nach der Entscheidung für eines der beiden konnte es aus schon losgehen...

Auf dem Bild sind die eigentlich sehr überschaubaren Zutaten zu sehen...Allerdings musste ich die im Rezept genannten Steckrüben, die ich gerade nicht zur Hand hatte, durch Pastinaken ersetzen...Vorab: Es tat dem Gericht keinen Abbruch... Ach ja: Auf dem Bild habe ich das Schweineschmalz unterschlagen...



Zunächst wurde der gepökelte und geräucherte Schweinebauch in ca. zwei Litern Wasser gekocht. Dies dauerte aufgrund der relativ geringen Außentemperaturen deutlich länger als die im Rezept genannten 45 Minuten. 



Eigentlich ging ich davon aus, dass ordentlich Schub von unten völlig ausreichen würde, das Wasser schnell zum Kochen zu bringen...aber es dauerte dann doch noch eine ganze Weile, so dass ich zur Beschleunigung später noch Briketts auf den Deckel gelegt habe.



Nach abgeschlossener Schnibbel-Arbeit sahen die Zutaten dann so aus...und hier ist auch das Schweineschmalz...:-)



Nach gut eineinhalb Stunden dampfte und brodelte es dann doch noch ordentlich im DO...Das Fleisch war zart und hatte jede Menge Geschmack an das Wasser abgegeben...also runter von den Briketts...und DO wechseln...! Ja...es kamen hier tatsächlich zwei DO zum Einsatz, da die Brühe erhalten und das Fleisch nach Rezept warm gehalten werden sollte.



Nachdem sich der zweite DO aufgeheizt hatte, kam das Schweineschmalz zum Zug. Darin wurden dann zuerst die Zwiebeln und später die Kartoffeln und Pastinaken angeschwitzt. 



Rein damit...



Das war schon ´ne ganze Menge Gemüse...



Das angeschwitzte Gemüse wurde dann mit der Brühe abgelöscht. Das Fleisch wurde ebenfalls in den "Gemüse-DO" verfrachtet. Anschließend wurde noch mit Salz, Pfeffer und Majoran abgeschmeckt.



Abschließend wurde der Eintopf ca. 30 Minuten gekocht, bis die Kartoffeln (in diesem Fall festkochende) und Pastinaken durch waren.



Oh Mann...schon wieder ein Topfwechsel...Im nun leeren "Fleischbrühe-DO" habe ich zum Abschluss die Schinkenspeck-Würfel angebräunt...



Und so sah das Gericht dann aus, als es auf dem Teller gelandet war...Bauchfleisch, Kartoffeln, Pastinaken, etwas Brühe, getoppt von Schinkenspeck-Würfeln und frischer Petersilie...Himmel, was brauchst Du mehr...?



Das Gericht war wirklich ein Genuss. Sehr gehaltvoll, würzig und wärmend...Da kann das Wetter sein wie es will...:-)

Nachkochen!!!

Viele Grüße!
Jochen

Donnerstag, 2. November 2017

Was aus dem Dutch Oven: Joghurt-Brot nach BBQPit.de

Eine elementare Eigenschaft des Dutch Oven ist, dass man ihn als Backofen benutzen, sprich auch tolles Brot backen kann...habe ich gelesen...;-) Ich wollte es nicht mehr bei der Theorie belassen und habe mir im Netz einige Rezepte angeschaut. Unter anderem war ich, wie eigentlich häufig, in der Rezeptsammlung von BBQPit unterwegs...eine meiner Lieblingsseiten zum Thema BBQ...Dort bin ich dann auf ein Rezept gestoßen, dass mit "Joghurt-Brot / Joghurt-Kruste - Ideal für Backeinsteiger" überschreiben war...Also genau das Richtige für mich...

Unten seht Ihr die überschaubaren Zutaten...Eine Sache musste ich jedoch abwandeln: Im Rezept ist von Backmalz die Rede...aber so lange ich auch suchte...ich habe im gesamten Supermarkt nichts gefunden. Nun denn...Laut Dr. Google ist der Zweck von Backmalz zum einen das hinzufügen eines typisch malzigen Geschmacks, zum anderen kann es als "Farbgeber" genutzt werden... Als ich den auch im Rezept geforderten Honig aus dem Regal holen wollte, stand direkt daneben "Grafschafter Karamell"..."Prima!" dachte ich mir...einen "karamelligen" und leicht malzigen Geschmack konnte man auch so hinkriegen...und auf den Honig konnte ich dann auch verzichten. 



Was die folgenden Schritte und Zeiten anging, habe ich mich genau ans Rezept gehalten...Erst mal die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen...



Anschließend kamen alle anderen Zutaten in die Küchenmaschine und wurden ordentlich verknetet...



Und so da der Teig dann vor dem Gehen aus...



Zwischenzeitlich habe ich schnell den DO bemehlt...



Und nach exakt eineinhalb Stunden war der Teig ordentlich aufgegangen...



Noch ein wenig mehl oben drauf und eingeschnitten...dann ging´s ans Backen...



Auch bei der Anzahl der Briketts habe ich mich exakt an das Rezept gehalten...Auch die No-Name-Briketts hielten erstaunlich gut durch...



Nach 50 Minuten war es dann soweit...Das Brot hatte im Inneren genau die richtige Temperatur und eine herrliche Kruste.



Und so sah dass Ergebnis dann aus...



Auch geschmacklich war´s der Knaller...Wir haben´s mit verschiedenen Dips genossen und waren begeistert.

Also Leute...es ist wirklich so einfach, ein vernünftiges Brot im DO zu backen...und dieses Rezept ist tatsächlich genau der richtige Einstieg in die Materie! Danke, BBQPit!

Viele Grüße!
Jochen