Meine holde Gattin kam auf die Idee, doch mal Curry-Hühnchen im Dutch Oven zu versuchen. Gesagt...getan...Auf der Suche nach einem Rezept wurde ich bei kochbar.de fündig. Obwohl das Rezept jetzt kein ausgemachtes DO-Rezept ist, hat es trotzdem super funktioniert und ist jeden Stern in der kochbar-Bewertung wert...
Hier die Zutaten...Im Original-Rezept, dass ich mengenmäßig leicht angepasst (= aufgestockt ;-)) habe, wurde Calvados verwendet. Naja...den habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Obstwasser musste die Lücke füllen...Ging auch sehr gut....
Zunächst wurden die Hähnchenbrustfilets in mundgerechte Würfel, die Gemüsezwiebeln in Scheiben und die Äpfel in Spalten geschnitten...
Die beiden Dutch Oven wurden heute mal im Smoker platziert...passte gut! Vielleicht besorge ich mir aber noch ein anderes Blech zum Hineinlegen...zwecks Erhöhung der Standsicherheit... ;-) Die umgedrehte Fettauffangschale war doch ein wenig wackelig...
Als nächstes wurde das Fleisch nach und nach in etwas Pflanzenöl angebraten. Hierbei erwies sich erneut, dass die Billig-Briketts aus dem Discounter schlicht und ergreifend nur sehr eingeschränkt zum "dutchen" zu gebrauchen sind. Sie glühen viel zu schnell durch und zerbröseln schon zu Staub, bevor sie unter oder auf dem Topf gelandet sind...es geht aus meiner ganz persönlichen Sicht doch nichts über Profagus. Aber so hat jeder BBQer seine Vorlieben...
Als das Fleisch angebraten und aus den Töpfen herausgenommen war, wurden die Zwiebeln angedünstet. Ergänzend zum Rezept habe ich zu den Zwiebeln einen guten Esslöffel Chili-Senf der Senfmühle Monschau hinzu gegeben. Passt...Die Zwiebeln waren, als sie fertig waren, mit ihrer Süße und der Schärfe des Chilis schon so ein Genuss...Ich muss mal überlegen, ob man da nicht was draus machen kann...
So...nun kommt das Curry ins Spiel. In jeden Dutch Oven kam ca. ein bis eineinhalb Esslöffel...schön mit anschwitzen...
Das Ganze wurde anschließend mit Apfelsaft abgelöscht. Hier würde ich das nächste mal einen etwas säuerlicheren Saft nehmen...Die Kombination mit den süß-scharfen Zwiebeln war schon ziemlich süß...Aber da kann man ja was gegen tun...
Nun kamen die Apfelspalten mit in den Topf und hatten Gelegenheit, leicht weich zu werden. Ich finde, ein bißchen Biss dürfen sie ruhig haben. Also nicht tot kochen...Außerdem sollte man darauf achten, keine sämigen Äpfel zu verwenden.
Sahne angießen...umrühren...aufköcheln lassen... :-)
Wie gesagt...Calvados hatte ich keinen...Darum kam ein einfaches Obstwasser zum Einsatz, was dem Genuss aber keinen Abbruch tat...Aber bitte nicht übertreiben! :-) Obwohl der Alkohol eigentlich verkochen sollte, kann man, wenn Kinder mitessen, auch darauf verzichten...
Nach dem sich alles schön verbunden hatte, wurde das Fleisch wieder hinzugefügt...einmal durchrühren...nochmal abschmecken...und die Soße ggf. mit ein wenig Mehl oder Speisestärke binden...
Aufgrund der Süße der Zwiebeln und des Apfelsafts habe ich noch eine halbe Zitrone je Dutch Oven ausgequetscht...Dann passte es... :-)
Als Beilage gab es diesmal nur ein frisches Brötchen vom Bäcker...zum "in die Soße tunken"... :-)...was braucht man mehr!
Fazit: Mann, war das gut...! Dieses Rezept ist eine unbedingte Nachmach-Empfehlung! Und da es kein ausdrückliches Rezept für den Dutch Oven war, kann es jeder zu Hause in der Küche nachkochen...Klasse!
Als Trinkempfehlung könnte ich mir einen guten, klassischen Moselriesling vorstellen...mit knackiger Säure aber auch einem gewissen Restzucker...Empfehlen kann ich Euch hier das Weingut Merkelbach oder die Wein- und Sektmanufaktur Hubertus Reis.
Viele Grüße!
Jochen


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