Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 13. September 2016

Was aus dem Smoker: Mediterran geräucherte Forellen

Neulich habe ich mal was für mich völlig Neues ausprobiert...und ich muss sagen, am Ende war es ein gültiger, wenn auch noch ausbaufähiger Versuch...

Es gab mediterran heißgeräucherte Forellen vom Smoker. Hier die wenigen Zutaten: zwei Forellen...Holzchips und jede Menge Kräuter, die da wären: Salbei, Rosmarin, Thymian und Lorbeer.


Zunächst wurden die Kräuter mal gehackt, um sie anschließend in einer Räucherbox zu verstauen...


So sah das Ganze dann aus...


Deckel drauf...


Das Setup im 30-Euro-Räuchertönnchen war im Grunde ein Minionring...


In die Mitte habe ich dann einen halben Anzündkamin glühender Brikets gekippt und die gewässerten Holzchips aufgelegt... Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass ich viel zu viele Brikets verwendet habe...damit hätte ich noch bis zum nächsten Morgen räuchern können...:-)


Nun zu den Forellen...die waren schon fertig ausgenommen und somit quasi direkt bereit zum Räuchern...


Ich habe die Fische an den beiden Stangen im Deckel des Räuchertönnchen aufgehangen...


Fire on... :-)


Dazu...äh...während dessen...gab es einen 2012er Riesling Kabinett aus dem Weingut Merkelbach aus Ürzig an der Mosel...sehr saftig mit kräftiger Säure und ordentlich Restzucker...Schöner, klassischer, handwerklicher Moselwein für sehr überschaubares Geld...sehr zu empfehlen...


Naja...und so sah das Ganze dann aus, als es fertig war...Das Fleisch war sehr aromatisch...die Kräuter waren tatsächlich deutlich wahrzunehmen...Zitrone drüber...und LECKER...


Viele Grüße!
Jochen

Dienstag, 26. Juli 2016

Was aus dem Smoker: Schweinenacken in Honig-Senf-Curry-Marinade

Was geht einfach immer??? Genau...Schweinenacken in Honig-Senf-Curry-Marinade....Hier die Zutaten...irgendwie fehlt der Senf... :-) :


Bei diesem Exemplar wollte ich mal was anderes ausprobieren. Und so habe ich dem Nacken zunächst mal per Kreuzschnitt zwei Löcher verpasst um diese dann anschließend mit Bacon wieder zu stopfen...


Gesagt...getan...und weg ist der Bacon...


Das Anrühren der Marinade ist denkbar einfach: Guter Senf, guter Honig, Curry-Pulver, granulierte Zwiebeln, schwarzer Pfeffer und...so auch noch nicht gemacht...marokkanische Salzzitronen...Hammerzeug! Kann ich nur jedem empfehlen...,




Alles schön glattrühren...


...den Nacken darin versenken und über Nacht im Kühlschrank marinieren...


Der nächste Tag: Das ist unser heutiger Protagonist...ein 30-Euro-Wassersmoker-Tönnchen aus der Bucht...Steht schon ewig bei mir rum und kam erst zwei-, dreimal zum Einsatz...Seinen Job hat es (nach ein paar kleinen Modifikationen) immer gemacht...

Kohleaufbau nach Minion...


Ergänzend habe ich noch ein paar Kirsch-Chips gewässert und auf die Kohlen gelegt...für ein dezentes Raucharoma...


Während der Smoker auf Temperatur kam, habe ich mal eine Injektion angerührt...Gemüsebrühe, guten Senf und etwas Honig...feddisch...




Auf die Spritze ziehen...und das Fleisch damit schön von innen würzen...


Also dann...Temperatur ist da...Rauch ist da...Drauf damit...


Und so lief das Ding dann über einige Stunden...insgesamt so viereinhalb...konstant bei 113 bis 115 Grad...ich hatte Spaß...es muss halt nicht immer der WSM sein...


Leider habe ich es verpennt, an dem Abend noch ein Tellerbild zu machen...Daher ein Bild vom folgenden Morgen, nachdem die Reste bereits eine Nacht im Kühlschrank übernachtet hatten...Das Fleisch war sehr saftig und würzig...die Aromen der Injektion und des Bacons kamen schön durch...Auch der Rauch war sehr angenehm...Kann ich somit nur empfehlen...!


Nachmachen!!!

Viele Grüße!
Jochen

Montag, 4. Juli 2016

Was vom Grill: Schaschlik...inspiriert durch "Okraschote"

Oh Mann...Wochenende...Hunger...auf was Richtiges...was zum Basteln...Spieße sollten es sein! Ich hatte vor ewigen Zeiten mal ein Video von BBQ aus Rheinhessen gesehen, in dem Jörn Rochow ein sensationelles Schaschlik zubereitete...das auf dem Rezept von Kerstin Händel alias Okraschote basierte.

Nun denn...ab zum Einkauf...denn so ein paar Sachen brauch man schon! Unten seht Ihr die "ungefähre" Zutatenliste. Im Rezept werden die Spieße allerdings mit Pfeffer und Salz gewürzt. Ich hatte aber noch einiges an Magic Dust (nach der Rezeptdatenbank des Grillsportvereins) herumstehen. Also habe ich diesen benutzt...und was soll ich sagen: "Experiment geglückt!"


Puh...welch eine Schnibbelerei...Fleisch in Würfel, Würste in Stücke, Bauchspeck in Würfel, Zwiebeln in Achtel und kleingehackt, Paprika in Streifen...


Und dann ging´s ans Stecken der Spieße. Ich habe mir so schöne, lange 60 cm-Spieße gekauft. Die passen auch genau quer auf die berühmte Edelstahlwanne vom schwedischen Möbelhaus. Sowohl die Spieße als auch die Wanne zähle ich zu absoluten Must-Haves im BBQ-Bereich. Nun denn...so sah es dann aus...gesteckt und mit Magic Dust bestreut...


Fire on...meinen Restbestand an Discounter-Briketts verbraten...bye bye...


Das Anbraten der Bauchspeckwürfel und der gehackten Zwiebeln erfolgte erstmal in etwas Olivenöl über direkter Hitze...Als Feuerstelle habe ich übrigens wieder meinen Smoker genutzt...


Und hinein damit...


Als alles etwas Farbe gezogen hatte, kamen die Tomatenpaprika (aus dem Glas), die gehackten Tomaten, die passierten Tomaten und die Paprikastreifen hinzu.


So ergibt sich eine super Basis für eine Schaschliksoße...erstmal etwas Blubbern lassen...


Nach etwa 15 Minuten habe ich die Schale vom Rost genommen und die Kohlen rechts und links im Smoker verteilt, um indirekte Hitze zu erzeugen. Die Schale wurde wieder in die Mitte gestellt und die Spieße aufgelegt...so kann beim Garen das Fett und der Fleischsaft direkt in die Soßenbasis tropfen...und geschmacklich aufwerten.


Nach 45 Minuten bei geschlossenem Smokerdeckel habe ich das Fleisch einmal mit der Soße bepinselt...und etwa weitere 15 Minuten bei geschlossenem Smoker brutzeln lassen.

Und so sah das Ganze dann am Ende aus...


Und zum Abschluss...ein...naja...zweckmäßiges Tellerbild... ;-)


Ich kann Euch das Rezept nur empfehlen...Sehr lecker und die Zubereitung macht viel Spaß...Und überhaupt ist der Blog von Okraschote  "Das Leben ist schön" äußerst lesenswert...schaut mal rein!

Viele Grüße!
Jochen

Dienstag, 28. Juni 2016

Was aus dem Dutch Oven: Apfel-Curry-Hühnchen

Meine holde Gattin kam auf die Idee, doch mal Curry-Hühnchen im Dutch Oven zu versuchen. Gesagt...getan...Auf der Suche nach einem Rezept wurde ich bei kochbar.de fündig. Obwohl das Rezept jetzt kein ausgemachtes DO-Rezept ist, hat es trotzdem super funktioniert und ist jeden Stern in der kochbar-Bewertung wert...

Hier die Zutaten...Im Original-Rezept, dass ich mengenmäßig leicht angepasst (= aufgestockt ;-)) habe, wurde Calvados verwendet. Naja...den habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Obstwasser musste die Lücke füllen...Ging auch sehr gut....


Zunächst wurden die Hähnchenbrustfilets in mundgerechte Würfel, die Gemüsezwiebeln in Scheiben und die Äpfel in Spalten geschnitten...


Die beiden Dutch Oven wurden heute mal im Smoker platziert...passte gut! Vielleicht besorge ich mir aber noch ein anderes Blech zum Hineinlegen...zwecks Erhöhung der Standsicherheit... ;-) Die umgedrehte Fettauffangschale war doch ein wenig wackelig...


Als nächstes wurde das Fleisch nach und nach in etwas Pflanzenöl angebraten. Hierbei erwies sich erneut, dass die Billig-Briketts aus dem Discounter schlicht und ergreifend nur sehr eingeschränkt zum "dutchen" zu gebrauchen sind. Sie glühen viel zu schnell durch und zerbröseln schon zu Staub, bevor sie unter oder auf dem Topf gelandet sind...es geht aus meiner ganz persönlichen Sicht doch nichts über Profagus. Aber so hat jeder BBQer seine Vorlieben...


Als das Fleisch angebraten und aus den Töpfen herausgenommen war, wurden die Zwiebeln angedünstet. Ergänzend zum Rezept habe ich zu den Zwiebeln einen guten Esslöffel Chili-Senf der Senfmühle Monschau hinzu gegeben. Passt...Die Zwiebeln waren, als sie fertig waren, mit ihrer Süße und der Schärfe des Chilis schon so ein Genuss...Ich muss mal überlegen, ob man da nicht was draus machen kann...


So...nun kommt das Curry ins Spiel. In jeden Dutch Oven kam ca. ein bis eineinhalb Esslöffel...schön mit anschwitzen...


Das Ganze wurde anschließend mit Apfelsaft abgelöscht. Hier würde ich das nächste mal einen etwas säuerlicheren Saft nehmen...Die Kombination mit den süß-scharfen Zwiebeln war schon ziemlich süß...Aber da kann man ja was gegen tun...


Nun kamen die Apfelspalten mit in den Topf und hatten Gelegenheit, leicht weich zu werden. Ich finde, ein bißchen Biss dürfen sie ruhig haben. Also nicht tot kochen...Außerdem sollte man darauf achten, keine sämigen Äpfel zu verwenden.


Sahne angießen...umrühren...aufköcheln lassen... :-)


Wie gesagt...Calvados hatte ich keinen...Darum kam ein einfaches Obstwasser zum Einsatz, was dem Genuss aber keinen Abbruch tat...Aber bitte nicht übertreiben! :-) Obwohl der Alkohol eigentlich verkochen sollte, kann man, wenn Kinder mitessen, auch darauf verzichten...


Nach dem sich alles schön verbunden hatte, wurde das Fleisch wieder hinzugefügt...einmal durchrühren...nochmal abschmecken...und die Soße ggf. mit ein wenig Mehl oder Speisestärke binden...


Aufgrund der Süße der Zwiebeln und des Apfelsafts habe ich noch eine halbe Zitrone je Dutch Oven ausgequetscht...Dann passte es... :-)


Als Beilage gab es diesmal nur ein frisches Brötchen vom Bäcker...zum "in die Soße tunken"... :-)...was braucht man mehr!


Fazit: Mann, war das gut...! Dieses Rezept ist eine unbedingte Nachmach-Empfehlung! Und da es kein ausdrückliches Rezept für den Dutch Oven war, kann es jeder zu Hause in der Küche nachkochen...Klasse!

Als Trinkempfehlung könnte ich mir einen guten, klassischen Moselriesling vorstellen...mit knackiger Säure aber auch einem gewissen Restzucker...Empfehlen kann ich Euch hier das Weingut Merkelbach oder die Wein- und Sektmanufaktur Hubertus Reis.

Viele Grüße!
Jochen